
Was können wir tun, wenn ein Kind diskriminiert wird?
Was Eltern tun können
Was Pädagog*innen tun können
Übung

Was Eltern tun können
Beginnen Sie, mit Ihren Kindern über Vorfälle zu sprechen
Scheuen Sie sich nicht, auch unbequeme Gespräche zu führen. Sprechen Sie über ihre Gefühle. Machen Sie ihnen klar, dass Sie alles tun werden, um sie zu unterstützen.
Bereiten Sie Ihr Kind/Ihren Jugendlichen vor
Finden Sie gemeinsam mögliche Reaktionen und üben Sie ein „Stopp“ zu signalisieren, wenn es belästigt oder Zeuge von Belästigungen wird.
Ermutigen Sie Ihre Kinder
Versichern Sie ihnen, dass sie viele Talente haben und großartig sind, geben Sie ihnen positives Feedback. Es kann auch helfen, positive Vorbilder zu finden.
Wenden Sie sich an Lehrkräfte und andere Verantwortliche in der Schule
Melden Sie Vorfälle und versuchen Sie, Lösungen zu finden. Wenn die Situation schwierig ist, suchen Sie sich eine/n (mehrsprachige/n) Verbündete/n, der/die Sie unterstützt.
Organisieren Sie sich gemeinsam und engagieren Sie sich in der Schule
Wenn häufiger solche Fälle auftreten, sprechen Sie mit anderen Eltern und versuchen Sie, sich zu organisieren und gemeinsam an die Schule heranzutreten. Gemeinsam ist es einfacher, etwas zu unternehmen.
Diskriminierung melden
Lassen Sie sich in schweren Fällen beraten, oder wenn Sie nicht wissen, wie Sie damit umgehen sollen, suchen Sie offizielle Unterstützung und Hilfe.
Was Pädagog*innen tun können
Verstehen Sie Ihr Privileg.
(Als Lehrkraft, als weiße Person, als männliche Person, als Person mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus, ...)
Hören Sie den Eltern aktiv zu und versuchen Sie, Vermutungen zu vermeiden.
Sprechen Sie Diskriminierung an und treten Sie ihr entgegen, wenn Sie sie sehen oder hören, aber vermeiden Sie direkte Schuldzuweisungen.
Informieren Sie sich und bleiben Sie informiert.
Lesen Sie über Rassismus und Antidiskriminierungsstrategien, organisieren Sie einen Antirassismus-Workshop in Ihrer Schule.
Schaffen Sie ein vielfältiges Klassenzimmer
Versuchen Sie, bewusstseinsbildende Themen in Ihre Lehrpläne aufzunehmen
Geben Sie den Kindern die Botschaft:
Hier bist du richtig - so wie du bist.

Hier bist du richtig - so wie du bist.
Übung:
Setzen Sie sich zusammen und schreiben Sie gemeinsam auf, was in den Schulen getan werden könnte, um Diskriminierung zu verhindern und die Schulen integrativer und vielfältiger zu machen.
Abschließend geben wir Ihnen einige Beispiele dafür, was Eltern in unseren Workshops vorgeschlagen haben, wie Schulen besser werden könnten!
Anerkennung zeigen
Viele Eltern in unseren Workshops sagten uns, dass es sich so anders anfühle, einfach nur mit seinen Geschichten und Schwierigkeiten angehört zu werden. Das sei ihnen vorher selten passiert .
Das gilt für alle: Zeigen Sie Anerkennung! Schaffen Sie Formate, die dies ermöglichen.
Verlernen von Stereotypen
Eine Beraterin dachte, sie wolle die geflüchteten Eltern nicht zwingen, die neue Sprache zu lernen. Dann stellte sie im Workshop fest, dass sie sehr interessiert waren, die Sprache zu lernen, es aber keine Kurse gab!
Also tauschen Sie sich aus und verlernen Sie Ihre Stereotypen!
Neues Wissen erwerben
Ein Elternteil wünschte sich, dass die Schulen mehr von ihrem Hintergrund und ihrem Wissen einbeziehen würden, damit andere Kinder lernen, wie reichhaltig die Familiengeschichten sind.
Ressourcen der Eltern in die Schulen integrieren.
Vielfalt lehren
Eine Mutter in Italien hat einen guten Vorschlag gemacht: Gute-Nacht-Lieder aus allen Ländern in einem Grundschulklassenzimmer zu verwenden. So können die Kinder sehen, dass sie unterschiedliche Sprachen haben, aber dieselben Bräuche.
Schätzen Sie also die Vielfalt im Klassenzimmer und zu Hause!


